WISSENSCHAFTLICHER DISKURS​

In der Tumortherapie ist der immunogene Zelltod (ICD) ein wichtiger Bestandteil, um gegen die Tumorzellen bzw. das Tumorzellwachstum eine zytotoxische tumorspezifische Immun-Reaktion hervorzurufen. Diese Reaktion kann das Tumorwachstum behindern.

 

An den Konsensrichtlinien für die Definition, Erkennung und Interpretation des immunogenen Zelltods sind weltweit 80 Zentren beteiligt.

Die Ar­beitsgruppe des IOZK leistet in diesem Rahmen einen Beitrag zur Unterstützung durch die onkolytische Virotherapie und die loko-regionale modulierte Elektrohyperthermie.

​Der Tumor als dynamischer Prozess​

ICD – Die Induktion des immunogenen Zelltods​​

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Die Grundlagenforschung kennt heute viele Arten des Zelltods. 

Eine Art des Zelltodes kann eine Immunreaktion gegen die Strukturen der verstorbenen Zellen auslösen, das ist der immunogene Zelltod (ICD).

 

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass wir das Immunsystem gezielt gegen Krebszellen einsetzen und manipulieren können. Es gibt heute Anti-Tumor-Wirkstoffe und Behandlungen, die eine Immunstimulation zur Folge haben – ein Beispiel ist ein Virus, das eine Krebszelle infizieren und vernichten kann. Wir haben im Lauf der Zeit festgestellt, dass neben dieser onkolytischen Akti­vität des Virus, die nachfolgende Immunisierung, die aufgrund der Abtötung der Tumorzellen stattfindet, ebenso wichtig ist. Dieser Vorgang wird immunogener Zelltod genannt (ICD).

 

Die besondere Bedeutung des immunogenen ­Zelltods ist bekannt, doch in Wirklichkeit tritt ­­­er sehr selten auf. Stirbt eine Zelle im Körper, dann kümmert sich das Immunsystem in der Regel nicht darum; das ist auch gut so, denn sonst würde der Körper in einer Minute explodieren, wenn das Immunsystem auf jede sterbende Zelle sofort reagieren würde. Demgegenüber ist der immunogene Zelltod eine Art von Zellsterben, bei dem das Immunsystem alarmiert und als Konsequenz eine Immunantwort ausgelöst wird. Eine Anti-Tumor-Strategie ist demzufolge, durch die Infektion der Tumorzellen mit einem onkologischen Virus, den immunogenen Zelltod gezielt zu induzieren.

Consensus guidelines for the definition, detection and interpretation of immunogenic cell death

 

Lorenzo Galluzzi, Ilio Vitale, Sarah Warren, Sandy Adjemian, Patrizia Agostinis, Aitziber Buqué Martinez, Timothy A Chan, George Coukos, Sandra Demaria, Eric Deutsch, Dobrin Draganov, Richard L Edelson, Silvia C Formenti, Jitka Fucikova, Lucia Gabriele, Udo S Gaipl, Sofia R Gameiro, Abhishek D Garg, Encouse Golden, Jian Han, Kevin J Harrington, Akseli Hemminki, James W Hodge, Dewan Md Sakib Hossain, Tim Illidge, Michael Karin, Howard L Kaufman, Oliver Kepp,Guido Kroemer, Juan Jose Lasarte, Sherene Loi, Michael T Lotze, Gwenola Manic, Taha Merghoub, Alan A Melcher, Karen L Mossman, Felipe Prosper, Oystein Rekdal, Maria Rescigno, Chiara Riganti, Antonella Sistigu, Mark J Smyth, Radek Spisek, John Stagg, Bryan E Strauss, Daolin Tang, Kazuki Tatsuno, Stefaan van Gool, Peter Vandenabeele, Takahiro Yamazaki, Dmitriy Zamarin, Laurence Zitvogel, Alessandra Cesano, Francesco Marincola

 

13.01.2020 – Journal for ImmunoTherapy of Cancer (BMJ)

Den kompletten Artikel finden Sie

in der Consilium Ausgabe 2019/2020​

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WISSENSCHAFTLICHER

DISKURS​

​Der Tumor

als dynamischer Prozess​

In der Tumortherapie ist der immunogene Zelltod (ICD) ein wichtiger Bestandteil, um gegen die Tumorzellen bzw. das Tumorzellwachstum eine zytotoxische tumorspezifische Immun-Reaktion hervorzurufen. Diese Reaktion kann das Tumorwachstum behindern.

 

An den Konsensrichtlinien für die Definition, Erkennung und Interpretation des immunogenen Zelltods sind weltweit 80 Zentren beteiligt. Die Ar­beitsgruppe des IOZK leistet in diesem Rahmen einen Beitrag zur Unterstützung durch die onkolytische Virotherapie und die loko-regionale modulierte  Elektrohyperthermie.

ICD – Die Induktion des immunogenen Zelltods​​

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Die Grundlagenforschung kennt heute viele Arten des Zelltods. 

Eine Art des Zelltodes kann eine Immunreaktion gegen die Strukturen der verstorbenen Zellen auslösen, das ist der immunogene Zelltod (ICD).

 

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass wir das Immunsystem gezielt gegen Krebszellen einsetzen und manipulieren können. Es gibt heute Anti-Tumor-Wirkstoffe und Behandlungen, die eine Immunstimulation zur Folge haben – ein Beispiel ist ein Virus, das eine Krebszelle infizieren und vernichten kann. Wir haben im Lauf der Zeit festgestellt, dass neben dieser onkolytischen Akti­vität des Virus, die nachfolgende Immunisierung, die aufgrund der Abtötung der Tumorzellen stattfindet, ebenso wichtig ist. Dieser Vorgang wird immunogener Zelltod genannt (ICD).

 

Die besondere Bedeutung des immunogenen ­Zelltods ist bekannt, doch in Wirklichkeit tritt ­­­er sehr selten auf. Stirbt eine Zelle im Körper, dann kümmert sich das Immunsystem in der Regel nicht darum; das ist auch gut so, denn sonst würde der Körper in einer Minute explodieren, wenn das Immunsystem auf jede sterbende Zelle sofort reagieren würde. Demgegenüber ist der immunogene Zelltod eine Art von Zellsterben, bei dem das Immunsystem alarmiert und als Konsequenz eine Immunantwort ausgelöst wird. Eine Anti-Tumor-Strategie ist demzufolge, durch die Infektion der Tumorzellen mit einem onkologischen Virus, den immunogenen Zelltod gezielt zu induzieren.

Consensus guidelines for the definition, detection and interpretation of immunogenic cell death

 

Lorenzo Galluzzi, Ilio Vitale, Sarah Warren, Sandy Adjemian, Patrizia Agostinis, Aitziber Buqué Martinez, Timothy A Chan, George Coukos, Sandra Demaria, Eric Deutsch, Dobrin Draganov, Richard L Edelson, Silvia C Formenti, Jitka Fucikova, Lucia Gabriele, Udo S Gaipl, Sofia R Gameiro, Abhishek D Garg, Encouse Golden, Jian Han, Kevin J Harrington, Akseli Hemminki, James W Hodge, Dewan Md Sakib Hossain, Tim Illidge, Michael Karin, Howard L Kaufman, Oliver Kepp,Guido Kroemer, Juan Jose Lasarte, Sherene Loi, Michael T Lotze, Gwenola Manic, Taha Merghoub, Alan A Melcher, Karen L Mossman, Felipe Prosper, Oystein Rekdal, Maria Rescigno, Chiara Riganti, Antonella Sistigu, Mark J Smyth, Radek Spisek, John Stagg, Bryan E Strauss, Daolin Tang, Kazuki Tatsuno, Stefaan van Gool, Peter Vandenabeele, Takahiro Yamazaki, Dmitriy Zamarin, Laurence Zitvogel, Alessandra Cesano, Francesco Marincola

 

13.01.2020 – Journal for ImmunoTherapy of Cancer (BMJ)

Den kompletten Artikel finden Sie

in der Consilium Ausgabe 2019/2020​

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